1. Unsere Maßnahme knüpft an folgende Gesundheitsziele an
Diabetes mellitus Typ 2: Erkrankungsrisiko senken, Erkrankte früh erkennen und behandeln
Brustkrebs: Mortalität vermindern, Lebensqualität erhöhen
Tabakkonsum reduzieren
Gesund aufwachsen: Lebenskompetenz, Bewegung, Ernährung
Gesundheitliche Kompetenz erhöhen, Patienten(inn)ensouveränität stärken
Depressive Erkrankungen: verhindern, früh erkennen, nachhaltig behandeln
Gesund älter werden
Alkoholkonsum reduzieren
2. Titel der Maßnahme
HaLT - Hart am LimiT
3. Art der Maßnahme
3.1 Maßnahmen für die Zielgruppe/ Betroffene
Kurs, Training, Fortbildung
Konferenz, Tagung
Informationsangebote (Flyer, Social Media, Ratgeber, Kurzfilme etc.)
3.2 Maßnahmen für Multiplikatoren
Kurs, Training, Fortbildung
Konferenz, Tagung
Informationsangebote (Flyer, Social Media, Ratgeber, Kurzfilme etc.)
3.3 Maßnahmen in Settings/Lebenswelten
Kindertageseinrichtung Einrichtungen der medizinischen und pflegerischen Versorgung
Schulen Senioreneinrichtungen
Kommunen / Stadtteile Freizeit- und Sporteinrichtungen
Migrantentreffpunkt
3.4 sonstiges
4. Vorrangige Zielgruppe(n)
keine besondere Zielgruppe, wir wollen alle Menschen erreichen
Frauen / Mädchen Männer / Jungen
Kinder Jugendliche Erwachsene Ältere Menschen
sozial Benachteiligte
Berufstätige einer Branche
Sonstige
5. Kooperationspartner der Maßnahme
keine
ja, folgende lokale Partner, Kliniken, Suchtberatungsstellen, Wissenschaft
gewünscht
6. Laufzeit der Maßnahme
2002 - unbegrenzt
7. Reichweite der Maßnahme
bundesweit bundeslandübergreifend
Bundesland
Baden-Württemberg Bayern Berlin Brandenburg
Bremen Hamburg Hessen Mecklenburg-Vorpommern
Niedersachsen Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Saarland
Sachsen Sachsen-Anhalt Schleswig-Holstein Thüringen
lokal, kommunal, regional
8. Die Umsetzung der Maißnahme umfasst(e)
Bestandsaufnahme
Qualitätssicherung
Evaluation
9. Kurzbeschreibung der Maißnahme
Mit dem Präventionsprogramm HaLT Hart am LimiT wurde frühzeitig eine effektive Antwort auf einen zunehmend riskanten Alkoholkonsum bei Kindern und Jugendlichen entwickelt. Die Idee für HaLT entstand 2002 in der Villa Schöpflin Zentrum für Suchtprävention in Lörrach, eine Einrichtung der Schöpflin Stiftung. Auslöser war die steigende Zahl von Kindern und Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren, die aufgrund einer Alkoholvergiftung stationär behandelt werden mussten. Die Kernidee von HaLT ist es, durch ein kommunales Netzwerk dem Rauschtrinken bei Kindern und Jugendlichen Einhalt zu gebieten. Gleichzeitig sollen Jugendliche mit riskantem Alkoholkonsum frühzeitig Hilfe erhalten. HaLT ist ein Alkoholpräventionsprogramm, das aus zwei unterschiedlichen Bausteinen besteht, die sich gegenseitig ergänzen und verstärken. Im reaktiven Projektbaustein werden Jugendliche mit riskantem Alkoholkonsum/ nach Alkoholvergiftung und ihre Eltern mit dem sogenannten Brückengespräch meist noch im Krankenhaus angesprochen. Zusätzlich zu diesen Einzelberatungen erfolgt eine Auseinandersetzung mit dem riskanten Konsumverhalten im Rahmen eines Gruppenangebotes. Neben der Zusammenarbeit mit den Kliniken gibt es, regional unterschiedlich, weitere Schnittstellen, um Jugendliche mit riskantem Alkoholkonsum frühzeitig zu erreichen, z.B. Jugendberufshilfe, Ärzte, Schulsozialarbeit oder Justiz. Ergänzend zu diesem Ansatz im Bereich der indizierten Prävention steht eine kommunal verankerte Präventionsstrategie mit dem Ziel, Alkoholexzesse und schädlichen Alkoholkonsum im Vorfeld zu verhindern. Schlüsselbegriffe für diesen proaktiven Projektbaustein sind Verantwortung und Vorbildverhalten von Erwachsenen im Umgang mit Alkohol, die konsequente Einhaltung des Jugendschutzgesetzes an Festen, in der Gastronomie und im Einzelhandel sowie eine breite Sensibilisierung der Bevölkerung. Das bedeutet, während der reaktive Baustein die Zielgruppe der riskant Alkohol konsumierenden Jugendlichen anspricht, wendet sich der proaktive Baustein vorwiegend an Erwachsene. Bundesweit ist HaLT nach über 10 Jahren in 162 Kommunen und 15 Bundesländern präsent. Das HaLT Service Center der Schöpflin Stiftung koordiniert und unterstützt die weitere Entwicklung von HaLT auf Bundesebene nachhaltig. Das Service Center unterstützt neue Standorte bei der Einführung von HaLT, organisiert HaLT-Schulungen für Präventionsfachkräfte an verschiedenen Standorten in Deutschland, arbeitet an der Optimierung des Schulungskonzeptes, betreibt Öffentlichkeitsarbeit und sorgt für einen fachlichen Austausch der Länderkoordinatoren auf Bundesebene. HaLT wird inzwischen von nationalen Forschungszentren wissenschaftlich begleitet. Die Einrichtung und Koordinierung eines wissenschaftlichen Netzwerkes ist in 2016 geplant, um den kontinuierlichen Wissenschafts-Praxistransfer zu sichern.
10. Kontakt
Institution Schöpflin Stiftung - HaLT Service Center
Ansprechpartner Susanne Schmitt
Email susanne.schmitt@halt-service.de
Internet www.halt-projekt.de
Telefon 07621 98690 - 11