Diabetes mellitus Typ 2: Erkrankungsrisiko senken, Erkrankte früh erkennen und behandeln

Status Quo:

Das Gesundheitsziel "Diabetes mellitus Typ 2: Erkrankungsrisiko senken, Erkrankte früh erkennen und behandeln" wurde 2003 verabschiedet.
Die Arbeitsgruppe ruht zur Zeit.

Relevanz:

Diabetiker/innen weisen erhöhte Sterblichkeit an Herz-Kreislauferkrankungen auf und sind von den diabetesbedingten Folgeerkrankungen (Erblindung, Dialysepflicht, Amputation von Gliedmaßen) bedroht. Effektive Früherkennung und Diagnostik können helfen, schwere Verläufe zu vermeiden und die Lebenserwartung zu steigern.

Ziele:

  • Auftreten des metabolischen Syndroms und die Inzidenz des Diabetes mellitus Typ 2 sind reduziert (Aktionsfeld Primärprävention)
  • Frühe Diagnose des Diabetes mellitus Typ 2 in einem Krankheitsstadium, in dem noch keine Folgeschäden aufgetreten sind (Aktionsfeld Sekundärprävention und Forschung)
  • Lebensqualität von Typ 2-Diabetikern ist erhöht; Folgeprobleme und Komplikationen sind nachweislich verringert (Aktionsfeld Krankenbehandlung und Rehabilitation)

Empfohlene Startermaßnahmen:

  • Bevölkerungsweite, lebensstilorientierte Präventionskampagne für eine gesunde Lebensweise
  • Programm zur Risikofrüherkennung und Intervention bei gesunden Risikoträgern zur Prävention von Diabetes: Implementation in Modellregionen
  • Einsatz eines Diabetes-Mobils zur Frühdiagnostik
  • Untersuchung von Patient(inn)en mit definierten Risikokonstellationen auf Diabetes anlässlich anderweitig veranlasster ambulanter Arztkontakte
Im Rahmen eines Modellprojekts, an dessen Konzeption und Umsetzung die Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK), das Zentralinstitut für kassenärztliche Versorgung Berlin (ZI), die Diabetes-Akademie Bad Mergentheim, Roche, die Medizinische Klinik III der TU Dresden, der Deutsche Ärzte-Verlag und gesundheitsziele.de beteiligt waren, wurde ein Programm zur Vermeidung des Diabetes in Modellregionen umgesetzt.

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