Gesundheitliche Kompetenz erhöhen, Patient(inn)ensouveränität stärken
Status Quo:
Das Gesundheitsziel "Gesundheitliche Kompetenz erhöhen, Patient(inn)ensouveränität" wurde 2003 verabschiedet und im Jahr 2011 aktualisiert. Ein Evaluationskonzept wurde 2006 erstellt.Zur Zeit ruht die Arbeitsgruppe.
Relevanz:
Patient(inn)en werden heute stärker als „Koproduzent(inn)en“ der und Expert(inn)en für die eigene Gesundheit gesehen. Patient(inn)enorientierung und -beteiligung verbessern nicht nur präventive Maßnahmen, sondern sie liefern wichtige Ansätze zur bedarfsgerechten und effizienten Gestaltung des Gesundheitswesens.Ziele:
- Erhöhung der Transparenz durch qualitätsgesicherte, unabhängige und zielgruppengerichtete Gesundheitsinformationen und Beratungsangebote (Aktionsfeld Transparenz erhöhen)
- Stärkung gesundheitsbezogener Kompetenzen und der Patient(inn)enrechte (Aktionsfeld Kompetenz entwickeln)
- Ausbau der kollektiven Patient(inn)enrechte, Stärkung der individuellen Patient(inn)enrechte (Aktionsfeld Patient(inn)enrechte stärken)
- Verbesserung des Fall- und Beschwerdemanagements (Aktionsfeld Beschwerdemanagement verbessern)
Empfohlene Startermaßnahmen:
- Unabhängige Einrichtungen zur Qualitätsbewertung im Gesundheitswesen
- Beratung, Schulungen und Kurse zur Förderung individueller kommunikativer und gesundheitsbezogener Kompetenzen in Schulen, Betrieben etc.
- Geeignete Anlaufstellen wie z.B. Patient(inn)enstellen
- Vollständige Umsetzung des § 20 Abs. 4 SGB V durch die gesetzlichen Krankenkassen und des § 29 SGB IV durch die Reha-Träger
- Partizipation von Bürger(inne)n und Patient(inn)en an Beratungen und Entscheidungsprozessen im Gesundheitswesen
- Aktive Information über individuelle und kollektive Patient(inn)enrechte
- Bereitstellung anbieter- und kostenträgerunabhängiger Informationen, Beratung und Unterstützung bei Beschwerden über Fehler, Medizinschäden und bei Problemen mit Behandler(inne)n oder Kostenträgern
- Weiterentwicklung geeigneter Anlaufstellen
